Wanderung vom Ortszentrum durch das Kirchenviertel

Vom Tourismusamt im Ortszentrum aus führt eine Nebenstraße in Richtung Brandwirt. Gleich nach dem Stallgebäude beginnt bei der kleinen Kreuzwegkapelle der Kirchenweg. Auf dem einspurigen Weg wandern Sie durch die Felder, beim Haus Kübelgraben und beim Wallnbauern vorbei, bis zur katholischen Kirche.
Der Grundstein der Sebastiankirche wurde 1500 gelegt. Im vorigen Jahrhundert wurde die Kirche im neugotischen Stil umgebaut. Die barocken Grundelemente sind noch erkennbar. Im Inneren befindet sich ein schöner Barockaltar. Die wertvollen farbigen Kirchenfenster wurden 1890 von dem Fabrikanten Faber (sein Sommersitz, die Fabervilla, ist heute das Hotel Koller) gestiftet.
Gegenüber das Schülerheim der „Barmherzigen Schwestern zum Heiligen Kreuz“, das 1894 als Waisenhaus errichtet wurde.
Direkt neben der Straße ist die alte Schule. Hier war bis 1955 die 1. Klasse der Volksschule untergebracht.
Wegaufwärts kommen wir zur Abzweigung des Kreuzweges auf den Kalvarienberg. Die Variante über den Kalvarienberg führt über die Stiege, an der Kapelle rechts vorbei, entlang des Waldrandes, über den „Finstergraben“, auf dem so genannten „Faberwegl“ bis zur „Alten Gschüttstraße“. Der Straße talwärts folgend kommt man zur Bus-Haltestele. Wir halten uns rechts und gehen durch die „Brandseppengasse“, dann weiter der Beschilderung folgend, am Hallenbad und an der Schule vorbei, wieder zum Ausgangspunkt der Wanderung.
Die zweite, kürzere Variante, führt der Straße entlang, am „Haus der Begegnung“ vorbei, in Richtung evangelischer Kirche.
Die evangelische Kirche wurde von 1860 bis 1869 erbaut. Mit ihren vielen Holzeinbauten ist die evangelische Kirche einzigartig in Oberösterreich. Der Bau wurde einst überwiegend in freiwilligen Arbeitsleistungen errichtet. Den Altar hat der damalige Schullehrer Josef Hager in mehrjähriger Arbeit geschnitzt.
Gegenüber der Kirche sind die Jugendherberge „Dr.-Eder-Haus“, der Kindergarten und das „Brigittaheim“. Ein kurzes Stück weiter vorne befindet sich der evangelische Friedhof.
Hier zeigt der Wegweiser zum Ortszentrum, und am Hallenbad und an der Schule vorbei kommen wir wieder zum Tourismusamt, wo wir die Wanderung begonnen haben.

Der Panoramaweg – eine Wanderung durch das Gosautal

Vom vordersten Teil des Gosautales bis zum Gosausee erstreckt sich der wichtigste Wanderweg von Gosau: der Panoramaweg. Er wurde entlang des linken (nördlichen) Waldrandes angelegt. Ob Sie nun den ganzen 8 km langen Weg oder nur Abschnitte davon bewandern, bleibt ganz Ihrer Kondition und Ihrer Zeiteinteilung überlassen.
Um die Beschreibung übersichtlicher zu gestalten, haben wir den Weg in drei Abschnitte unterteilt.

Vom „Grafen“ bis zur Gschüttstraße

Bei Straßenkilometer 37,1 führt eine schmale Straße bergwärts. Ein Wegweiser zeigt: „Mittertal 4 km, Hintertal 6 km, Gosausee 8 km“. Der Straße, die zu dem hochgelegenen Haus „Grafen“ führt, folgen wir zunächst zwei Minuten und zweigen beim nächsten Wegweiser ab. Ein schmaler Schotterweg führt durch den Wald, über den „Blochschustergraben“ bis zu einer Straße, die an einer Wiese endet. Ein herrlicher Blick bietet sich hier auf das Gosautal und auf den Gosaukamm. Hier sollten Sie eine kurze Rast einlegen, um einiges über die Besiedlung von Gosau zu erfahren.
Die Besiedlung von Gosau ist auf den Talboden konzentriert. Ringsherum ist der geschlossene Wald. Diese Besiedlungsform ist in den Alpen fast einzigartig. Die Ursachen dafür liegen Jahrhunderte zurück. Nachdem im Jahre 1231 „Die Wälder an der Gosach“, so hieß unsere Gegend damals, vom Erzbistum Salzburg an das Stift St. Peter verschenkt wurden, besiedelten Zuwanderer aus dem Salzburgischen und dem Trauntal die Gosauauen. Gegen Ende des Jahrhunderts wurde in Gosau der Salzbergbau aufgenommen.
Das war eine Konkurrenz für das Halleiner Salzbergwerk, und so kam es bald zu dem sechsjährigen „Salzkrieg“ zwischen dem Erzbistum Salzburg und dem Herzogtum Österreich. Um des Friedens willen wurde daraufhin der Salzbergbau in Gosau eingestellt und nach Hallstatt verlegt.
Gosau wurde von da an der Brennholzlieferant für die Sudpfannen in Hallstatt. Ab 1500 achtete das Salzamt streng darauf, dass in Gosau kein weiterer Wald für die Besiedlung gerodet wurde. Nur den unbedingt notwendigen Siedlungsraum überließ man den Bewohnern.
Der Weg führt nun am Waldrand steil bergauf und quert hinüber zum Oslgraben. Nach einer gesamten Wanderzeit von ca. 20 Minuten kommen wir wieder zu Häusern, und nach wenigen Minuten treffen wir auf die Forststraße, die auf die Iglmoosalm führt.
Wir folgen den Wegweisern über eine kleine Waldwiese, die „Schindereben“, in den nächsten Grabeneinschnitt hinein. Der Graben, den wir überqueren, ist der „Kreuzgraben“. Anschließend geht es weiter durch den Wald, wir überqueren eine Forststraße, und oberhalb des Bauernhofes „Onimoos“ kommen wir zu einem Weg, der in die Ortschaft hinunterführt. Wir überqueren aber wieder einen „größeren“ Graben, den „Edelbach“. Nach dem Bach müssen wir ziemlich steil bergauf gehen, um die Felder zu umgehen. 5 Minuten nach der Bachüberquerung kommen wir zu einer Straße, der wir talwärts folgen. Kurz nach dem Haus Evwagner (Haus Nr. 182) biegen wir rechts in den Fußweg ein. Er führt bis zum Grabenbach und über die Brücke bis zur Paß Gschütt-Straße.
Hier gehen wir auf dem Gehsteig ein kurzes Stück bergauf, bei der Bushaltestelle überqueren wir die Straße, folgen der „Alten Gschüttstraße“ nochmals bergauf, und kurz vor dem Waldrand beginnt der 2. Abschnitt unseres Panoramaweges. Die Wegweiser lauten hier: „Weitwanderweg 01, Gablonzerhütte, Gosausee“

Panoramaweg von der Pass Gschüttstraße bis ins Hintertal

Beginnen Sie die Wanderung bei der „alten Gschüttstraße“, wo auch der Wegweiser „Weitwanderweg“ angebracht ist. Sie gehen durch den Wald und entlang des Waldrandes bis zum Kalvarienberg, queren dann den oberen Teil der „Wirtsleitn“, zum „Badergraben“, es geht wieder teils durch den Wald, teils entlang des Waldrandes bis zur nächsten Weggabelung. Nach 20 Minuten kommen Sie zu einer kleinen Wiese (Schüttanger). Sie folgen weiter dem Wegweiser, überqueren den „Glaslgraben“ und den „Ötscherangerbach“, kommen beim Bauernhaus „Ötscheranger“ vorbei und überqueren die Schipiste. Nach der Schipiste führt der Weg ziemlich steil talwärts, er überquert den „Prommergraben“ verläuft oberhalb des „Veitnbauern“ in weiterer Folge über den Falmbach und trifft auf eine Forststraße. Bei der Abzweigung, die in Richtung „Hintertal“ weist, können Sie diese Wanderung beenden. Entlang des Gosaubaches können Sie zu Ihrem Ausgangspunkt zurückkehren.

Panoramaweg vom Hintertal zum Gosausee

Vom Hintertal führt der Panoramaweg weiter bis zum Gosausee. Bei der Bäckerei Urstöger können Sie neben dem Asserbach bis zum Waldrand gehen. Sie treffen auf eine Forststraße, der Sie oberhalb des Waldrandes, beim „Reitbauern“ vorbei, insgesamt ca. 2 km folgen. Ein Wegweiser zeigt die Abzweigung von der Straße, und auf einem sehr romantischen Wegerl kommen Sie nach knapp einer Stunde in der Nähe einer Sesselliftstation zur Straße. Von hier können Sie noch ein gutes Stück dem Fußweg folgen, ehe Sie das letzte kurze Stück auf dem Fußgängerstreifen der Gosauseestraße gehen müssen. Dieser Weg ist besonders bei trockenem Wetter sehr zu empfehlen.
Bei der Wanderung durch das Gosautal sind Sie bei mehreren Bauernhäusern vorbeigekommen. Die Trennung war früher notwendig, damit im Falle eines Hausbrandes wenigstens der Stall und die Scheune erhalten blieben. Die Grundlage der Gosauer Bauern war früher die Viehwirtschaft, aber auch Hafer, Gerste, Roggen und Weizen wurden für den Eigenbedarf angebaut. Einer der wichtigsten Vitaminspender für die Wintermonate war das Kraut. Ein „Krautgartl“ gehörte daher zu jedem Haus. Die Pferdezucht hat in Gosau eine lange Tradition, die bis heute erhalten geblieben ist. Auf Ihren Almwanderungen werden Sie daher häufig frei laufende Pferde antreffen. Die Felder werden bis heute natürlich bewirtschaftet, das heißt, es wird auf Kunstdünger und Monokulturen verzichtet. Im Mai verwandeln sich die Wiesen deshalb in einen Blumengarten von seltener Schönheit.

Die Brunnbach-Wanderung

Rundwanderweg vom Gosauschmied, 1 km auf der Gosauseestraße, und auf der gegenüberliegenden Seite des Stausees zurück zum Ort. Auch bei Schlechtwetter mit Wanderschuhen begehbar. 1 Stunde
Ausgangspunkt ist der Gasthof Gosauschmied. Der Gasthof Gosauschmied war, wie der Name schon sagt, früher eine Schmiede. Zugleich war hier die Endstation der Postlinie. So entstand, wie hätte es anders sein können, an dieser Stelle ein Gasthaus.
1 km nach dem Gosauschmied in Richtung Gosausee zweigt eine Schotterstraße links ab und führt über eine Brücke. Hier beginnt der eigentliche Wanderweg.
Das Kraftwerk am Berghang wurde schon im Jahre 1910 gebaut. Das Wasser für die Energiegewinnung kommt aus dem Gosausee. Ein Stollen führt durch den Berg, der den See in 70 Meter Tiefe anzapft. Das Wasser wird allerdings nur im Winter entnommen, wenn der Stromverbrauch hoch ist und die österreichischen Flußkraftwerke nur wenig Strom liefern.
Unser Weg führt anschließend über mehrere kleine Brücken. Durch den Wald haben Sie da und dort einen kurzen Blick auf den Stausee. Nach einem ziemlich steil abfallenden Wegstück sollten Sie nicht gleich zur Straße zurückkehren, sondern noch ein Stück auf dem parallel zum Waldrand verlaufenden „Promenadenwegerl“ bis zum Gasthof Gamsjäger weitergehen.
Die Bäche, die Sie bei der Wanderung überqueren, sind die Brunnbäche. Wie aus Färbeversuchen bekannt ist, kommt dieses Wasser zu einem großen Teil vom Plateau des Dachsteins, ein Teil sogar von den Dachsteingletschern. So ist es zu erklären, dass diese Bäche auch in heißen und trockenen Perioden nicht austrocknen.
Kosten Sie das Wasser! Sie werden feststellen, dass nicht jedes Wasser gleich schmeckt. Das kommt daher, dass das Wasser der Hinteren Brunnbäche überwiegend aus dem Gletschergebiet kommt, während das Wasser der vorderen Bäche, vor allem das Wasser des Geigerbaches (im Bereich des Promenadenwegerls) nur eine kurze Fließstrecke hinter sich hat. Probieren Sie auch ein paar Blätter der Brunnenkresse, die reichlich in den Bächen wächst und im ganz frischen Zustand scharf und erfrischend schmeckt. Ein paar Blätter unter den Kartoffelsalat gemischt machen diesen besonders würzig.

Der Weg durch die Möser

Ebener Weg; 1-2 Stunden
Vom Sporthotel ausgehend führt ein befahrbarer Weg durch die Möser bis zum Ortsteil Ramsau. Dazwischen gibt es eine Abzweigung, die als „Möserweg“ beschriftet ist.
Die Möser waren früher eine große Sumpflandschaft. Tausende Frösche, Libellen und zeitweise sogar Störche lebten hier. Das Heu, das hier wuchs, war „sauer“ und konnte nur an die Pferde verfüttert werden. In den vielen kleinen Heustadeln wurde das Heu gelagert und im Winter mit Schlitten nach Hause gebracht. Heute sind die Wiesen großteils trockengelegt, doch die kleinen Heustadeln sind geblieben. Sie vermitteln der Landschaft einen ganz eigenartigen Reiz.
Wer durch die Möser geradeaus weiter bis zum Waldrand wandert und dem Waldsaum weiterfolgt, der kommt zum Ressenbach.
Jene Stelle, wo der Brielgraben in den Gosaubach mündet, war bis Ende des 13. Jahrhunderts die Dreiländerecke zwischen Salzburg, Österreich und der Steiermark. Im 14. Jahrhundert kam das Gosautal zu Oberösterreich, wohin es noch heute gehört.
Nach dem Brielgraben ist der Weg etwas unkenntlich. Gehen Sie das kurze Stück entlang des Zaunes, dann durch den Gattern (kleines Zauntor) beim Haus Ressenbach vorbei in Richtung Gosaubachbrücke. Der Eigentümer Ressenbacher erlaubt Ihnen, den Weg an seinem Haus vorbei zu begehen, er bittet Sie aber, den Gattern wieder sorgfälltig zu schließen, damit das Vieh nicht vom Wald in seine Felder kommen kann.

Der Gosaubachweg

Einer der bequemsten Spazierwege des Gosautales ist der Weg entlang des Gosaubaches. Er beginnt im Hintertal bei der „Bäckenbrücke“ und führt entlang der linken Bachseite bis zu den vordersten Häusern des Gosautales. Nur von der Brücke beim Sporthotel bis zur „Stötzlbrücke“ ist der Weg unterbrochen. Hier ist es aber leicht, dem Möserweg auf der rechten Talseite zu folgen. Dieser Weg führt nach den Mösern über die Stötzlbrücke, wo sich der Gosaubachweg wieder fortsetzt. Vom Hintertal bis zum Sporthotel ist der Weg asphaltiert, sodass er auch bei Regenwetter mit einfachem Schuhwerk begangen werden kann.

Der Plassen (1953 m) und der Weg Richtung Hallstatt

Bergwanderung, Bergausrüstung erforderlich, 5 Stunden auf den Plassen, 6-7 Stunden nach Hallstatt
Einer der Aufstiegswege führt vom Ortsteil Ramsau über die Gosaubachbrücke (Stötzlbrücke), dem Wegweiser folgend zur Pommerwaldstraße. Dann entlang dieser Forststraße talauswärts bis zur Abzweigung des Weges 648, der zunächst der Forststraße folgt. Nach einer halben Stunde zweigt die Route deutlich gekennzeichnet von der Forststraße ab. Auf dem Fußweg geht man ca. eine Stunde, bis man vor der Roßalm wieder auf die Forststraße kommt. Auf der Forststraße wandern wir bis zur Schreieralm, wo die Abzweigung „Plassen“ und „Hallstatt“ durch den Wegweiser gekennzeichnet ist. Auf dem Fußweg 645 geht’s weiter bis zur Wasserscheide. Hier ist eine wichtige Weggabelung: Der eine Weg führt zur Schiechlingalm und nach Hallstatt, der andere auf den Gipfel (643). Der Weg zum Gipfel ist felsig, steil und erfordert eine gewisse Trittsicherheit.
Der Plassen wird als einer der schönsten Aussichtsberge bezeichnet. Im Süden liegt der Dachstein mit den Gletschern, im Westen der Gosaukamm. Dem Rundblick weiter folgend sieht man hinunter ins Gosautal, hinüber zum Gamsfeld und gegen Norden in die Berge und Täler des übrigen Salzkammergutes und des Toten Gebirges mit dem Hohen Priel.
Unter dem Plassen liegt ein riesiges Salzlager, das auf der Hallstätter Seite über 3000 Jahren abgebaut wird.
Die Kampfzone des Waldes
Während der Abstiege von den Gipfeln nehmen wir uns die Zeit, die Vegetation einmal genauer zu beobachten. In den obersten Regionen finden wir die Pionierpflanzen: Flechten, Moose und genügsame Blütenpflanzen.Sie schaffen den ersten Humus, auf dem die Alpenrosen Fuß fassen. Dann folgen die Latschen und Grünerlen. Wenn diese Pionierholzarten eine dünne Humusdecke gebildet haben, folgen darauf die Zirben und Lärchen, diesen folgen Fichten, Tannen und die Buchen.
Nach dem Ende der Eiszeit (vor 13000 Jahren), als die Gletscher bis auf einige Reste im Hochgebirge abschmolzen, hat sich auch die Vegetation in der beschriebenen Reihenfolge nach oben gekämpft, bis zum heutigen Zustand.

Die Plankenstein Alm

(auf Gosauerisch: der Blankner)
Bergwanderung, 4 Stunden; gute Wanderausrüstung erforderlich
Die Plankenstein Alm ist das größte zusammenhängende Almgebiet von Gosau.
Einer der Aufstiegswege beginnt im Ortsteil Ramsau und führt über die Stötzlbrücke, über die Möser und die Pommerwaldstraße ins Brieltal. Dann entlang der Forststraße, ca. 5 km, bis zur Abzweigung des Weges 513. (Wegweiser „Flugweg zur Plankensteinalm“) Nach ca. 2 Stunden Fußmarsch vom Tal überqueren Sie bei der „Veitnhütte“ die Forststraße. Von der Forststraße führen drei Wege, die alle gut gekennzeichnet sind, zur Plankensteinalm, welche Sie in ca. ½ Stunde erreichen.
Die Gosauer Almen sind alle vor dem Jahr 1600 entstanden. Der Grund dafür ist, dass für die Salzproduktion in Hallstatt große Holzmengen benötigt wurden. Das Salzamt verhinderte daher mit allen Mitteln, dass Wald für Almen, für die Landwirtschaft oder für Siedlungszwecke gerodet wurde. Daher gibt es in Gosau auch keine riesigen unbewaldeten Berghänge, wie dies aus anderen Teilen der Alpen bekannt ist. Heute schätzen wir diesen Waldreichtum aus einem anderen Grund: Er ist ein Schutz vor Lawinen, Muren und Hochwässern.
Auf der Plankensteinalm sind mehrere Hütten während der Sommermonate bewirtschaftet!
Von der Plankensteinalm führt ein markierter Wanderweg auf die Hohe Scheibe (1656 m).
Die Hohe Scheibe ermöglicht eine schöne Aussicht auf die Hallstätter Seite.

Die Schleifsteinbrüche

Tageswanderung, Aufstieg 2-3 Stunden; gute Wanderausrüstung erforderlich.
Vier Hauptaufstiege sind möglich:
1. Von Ramsau, über die Möser, die Pommerwaldstraße (links), entlang der Briel-Forststraße, den Wegweisern folgend bis zur Schäfferalm und hier die linke Abzweigung zu den Schleifsteinbrüchen. 3 Stunden; Weg 513/511
2. Wesentlich kürzer, aber steiler ist der Weg, der im Bereich der Tankstelle, über die Gosaubachbrücke, über das Leutgebfeld in Richtung Waldrand führt. Ein kurzes, sehr steiles Wegstück gehen Sie entlang des Steinergrabens, bis zum Ende einer Forststraße, wo der weitere Fußweg beschildert und markiert ist. Der Weg führt über die Sattelalm und trifft oberhalb der Sattelalm wieder auf die Briel-Forststraße, der man wie Pkt. 1 bis zu den Schleifsteinbrüchen folgt.
3. Im Mittertal, beim Gasthaus Neuwirt, führt ein Weg von der Schäffergasse ausgehend, unterhalb der Schäfferalm vorbei, auf eine Forststraße. Der Weg überquert die Straße und trifft rechts von der Straffalm auf den Schleifsteinbruch-Güterweg. Diesem folgen wir rechts zu den Schleifsteinbrüchen.
4. Im Hintertal beginnt der Weg beim Gasthaus Gamsjäger. Vom Waldrand gut beschildert und markiert, mehrmals die Forststraße überquerend führt der Weg zu den Schleifsteinbrüchen.
Bei nassem Boden können Sie auch die Forststraße benützen, die zwischen Gasthaus Gamsjäger und Gasthaus Gosauschmied beginnt.
Mindestens seit dem 16. Jahrhundert war die Herstellung und Gewinnung von Schleifstein ein bedeutendes Gewerbe in Gosau. 1563 wurde es erstmalig in einer Abgabenerklärung erfasst.
Die Schleifsteine werden aus einem Sandsteinlager gewonnen, das vor 150 Millionen Jahren aus einem Meer entstanden ist. In diesem Meer hat es mehrmals Abrutschungen gegeben, also eine Art Lawinen am Meeresgrund, die nach Korngroße sortiert wieder schichtweise abgelagert wurden. Diese Vorgänge haben sich in geologischen Zeiträumen oftmals wiederholt, und so wurden die fein sortierten Sandsteinbänke aufgebaut.
Im Zeitalter der Massenproduktion wurde die Arbeitsintensive Gewinnung dieser Schleifsteine immer unbedeutender und schließlich ganz eingestellt.
Erst in den letzten Jahren wurde die Bedeutung der Gosauer Schleifsteine wieder entdeckt. Im kleinen Rahmen läuft daher die Produktion weiter.

Löckermoos und Löckersee

Von den Steinbrüchen führt ein Weg zum Löckermoos. Er beginnt bei der östlichen Schleifsteinhauerhütte. In etwa 20 Minuten erreicht man den im Zentrum gelegenen „Löckersee“. Bei Regenwetter ist dieser Pfad nur mit wasserfestem Schuhwerk begehbar.
Die „Löckern“, von dem dieses Hochmoor den Namen hat, sind die Latschen in der Gosauer Mundart. Auf der lehmigen, wasserdurchlässigen Abdeckung der Sandsteinlager ist durch die Staunässe nur Moos (Sphagnummoos) gewachsen. Die unteren Teile des Mooses sind abgestorben, die Spitzen sind weiter gewachsen. Da sich dies über Jahrtausende abgespielt hat, ist ein kuppelförmiges Torflager entstanden. Am Scheitelpunkt wurde dieses Torf im vorigen Jahrhundert abgebaut, und da ist der Löckersee entstanden. Viele Gosauer behaupten, dass in diesem See ein drei Meter langer, weißer Wurm lebt, der „Löckerwurm“. Es gibt aber nur wenige Menschen, die ihn je zu Gesicht bekommen haben.
Auf dem nassen Moorboden haben sich Heidelbeeren, Preiselbeeren und Latschen angesiedelt. Zusammen bilden sie ein fast undurchdringliches Dickicht. Im Schutz dieses Dickichtes hat sich in Jahrtausenden ein ganz eigenes Leben entwickelt. Die blaue Saphirlibelle und die Wasserläufer sind die auffälligsten Vertreter der Tierwelt. Sie zeugen dafür, dass hier noch die reine Natur zu finden ist. Bitte nehmen Sie auf den sensiblen Lebensraum besonders Rücksicht. Verlegen Sie Ihren Jausenplatz an diese Stelle und waschen Sie sich auf keinem Fall im Löckersee. Sie würden das empfindliche Biotop stören

Ebenalm (Goiserer Ebenalm)

Forststraße oder Fußweg; 1 ½ Stunden vom Gosausee
Einer der kleineren Ausflüge in unserem Gebiet ist die Wanderung vom Gosausee aus zur Ebenalm. Auf halber Strecke der Gosausee-Uferstraße zweigt leicht ansteigend eine Forststraße ab, auf der in knapp einer Stunde die Ebenalm erreicht wird.
Von der Straße abzweigend ist auch eine Abkürzung beschildert, die an dem „Kreidenbruch“ vorbeiführt.
Aufmerksame Beobachter erkennen noch diesen Steinbruch, wo vor 50 Jahren Tafelkreide gebrochen wurde. Von hier bietet sich ein herrlicher Ausblick auf den gegenüberliegenden Gosaukamm.
Auf der Ebenalm angekommen finden Sie eine Almhütte und eine Jagdhütte. Ein sehr steiler, doch recht romantischer Weg führt von der Ebenalm – „durch die Klamm“ – zum Stausee hinter dem Gosauschmied. Dieser Weg erfordert gutes Schuhwerk und Trittsicherheit. ( 1 ½ Stunden).

Ebenalm – Rabensteig- Grubalpe – Tal

Wanderung auf der Forststraße, 4-6 Stunden von der Ebenalm bis ins Hintertal.
Von der Ebenalm führt eine Forststraße in Richtung Grubalpe (Vorsicht: Die geradeaus führende Straße ist eine Sackgasse, nehmen Sie die links abzweigende Straße!)
Zwei Kilometer nach der Ebenalm erreichen Sie die Gegend „Rabensteig“, nach drei Kilometern das „Hirn“. Am Ende des Hirns kommen Sie zur Abzweigung des Fußweges in das Seekar (1/2 Stunde bis zur Seekar-Almhütte).
Rechts oberhalb der Almhütten befindet sich eine Höhle, die „Seekarkirche“ genannt wird. Traditionell wird hier an jedem 15. August ein evangelischer Berggottesdienst gehalten.
Nach 5 Kilometer bzw. 1 ½ Stunden kommen Sie zu der Straßengabelung auf der Grubalpe. Rechts führt die Forststraße in Richtung Vordere Grubalpe, Plankenstein/Plassen, links in Richtung Hintere Grubalpe, Steinbrücke bzw. Gosau/Tal (Fußweg 644 ins Hintertal, Fußweg 511 ins Mittertal). Die Forststraße führt nach Gosau/Hintertal oder über eine sehr weite Schleife durch das Brieltal nach Gosau/Klaushof.

Eine Wanderung um den Gosausee

Sehr bequemer Wanderweg; auch mit Kinderwagen befahrbar; 1-1/2 Stunden.
Eine Wanderung um den Gosausee, umgeben von einer weltberühmten Felskulisse bietet eine Vielfalt von Naturwundern.
Der Vordere Gosausee ist ein Überbleibsel aus der letzten Eiszeit. Die Eiszeitgletscher haben den Trog ausgeschürft, in dem dann das Wasser aufgestaut wurde. Der Gosausee hat am hinteren Ende mehrere, zum Teil unterirdische Zuflüsse. Auch die Wasserabflüsse liegen unter dem Wasserspiegel: ein Teil fließt durch künstliche Stollen und Rohre zu einem Kraftwerk am Ende des Gosautales, ein Teil fließt durch natürliche Klüfte und Fugen ab und tritt bei den Brunnbächen wieder an die Oberfläche ( siehe „ Die Brunnbachwanderung“). Das genannte Kraftwerk, welches das Wasser des Gosausees nutzt, wurde 1910 gebaut. Es ist ein so genanntes Speicherkraftwerk, das im Winter, wenn der Strom teuer ist, betrieben wird. Im Frühling, wenn billiger Überschußstrom vorhanden ist, wird Wasser vom Stausee hinter dem Gosauschmied in den Gosausee gepumpt, bis dieser wieder seinen natürlichen Wasserstand erreicht hat.
Das Wasser des Gosausees ist klar und hat Trinkwasserqualität. Beste Lebensbedingungen also für mehrere Fischarten. Die kleinen Pfrillen sind Ureinwohner des Gosausees. Die Regenbogenforellen und Barsche (Schrazen), die heute im Gosausee vorkommen, sind künstliche eingesetzt. Die Nahrungsquellen der kleineren Fische sind Mikroorganismen (Plankton), die reichlich im Wasser vorkommen.
Beginnen wir nun unsere Wanderung um den Gosausee. Mit Blick auf den Dachstein wandern wir zuerst auf der linken Seeseite: Auf der Sonnseitee wechseln steile Wälder mit senkrechten Felsen. Die Wälder bestehen aus Fichten, Tannen, Lärchen, Buchen und Bergahorn, die sich bis an die Waldgrenze hinaufschieben. Die Felswände sind stellenweise mit Blaugras überwachsen und im Frühjahr blühen an unzähligen Stellen Petergstam (Alpenprimel) in einem satten Gelb. Gegen das See-Ende hin, nach der ausgesprengten Wegstelle, finden wir auf den trockenen Steinhalden kümmerliche Birken. Unter den tiefhängenden Ästen der Bäume wachsen herrliche Moospolster: das Etagenmoos.
Am Ende des Sees, wo wir auf die andere Seeseite wechseln, wächst auf dem Schotterboden ein gesunder Fichten – Tannenwald. Es ist beruhigend zu sehen, wie unter dem Schirm der älteren Bäume die jüngeren Tannen heranwachsen. Am Rückweg, auf der Schattseite, kommen wir an entwurzelten Baumstöcken vorbei. Im Jahre 1987 ist hier eine Jahrhundertlawine abgegangen, die einen breiten Streifen in den Wald gerissen hat.
Die Bäume beiderseits des Weges werden immer kümmerlicher. Sie sind schon weit über 100 Jahre alt, doch viele sind nicht höher als 8 Meter. Die vielen Zapfen, die sie tragen, sind Zeichen, dass sie den Höhepunkt ihrer Lebenskraft schon überschritten haben. Der Waldboden ist mit Moosen, Heidelbeer- und Preiselbeersträuchern bedeckt. Beide Pflanzen bestätigen die Kargheit des Bodens. Wer aufmerksam seine Umgebung wahrnimmt, wird die Stellen bemerken, wo kalte Luft aus dem Boden strömt. Viele vermuten, dass hinter dem Schuttkegel eine Eishöhle liegt Augenscheinlich ist jedenfalls, wie sich die Vegetation an diesen Kaltstellen ändert. Vieles erinnert an die Tundra am Polarkreis. Wahrscheinlich bleibt der Boden unter diesen Pflanzen ein ganzes Jahr gefroren.
Dort, wo der Weg aus dem Wald hinausführt und den vorgeschobenen Schuttkegel des Strichkogels anschneidet, finden wir Latschen, Alpenrosen und Heidelbeeren beiderseits des Weges. Der Schuttkegel zieht sich hinauf bis zu den Wänden des Strichkogels und des Donnerkogels. Jeden Winter donnern hier Lawinen herab und reißen Gestein mit. So wird der Schuttkegel ständig vergrößert und in geologischen Zeiträumen in den See hineingeschoben. Diese Lawinenabgänge, wo auch im Sommer ab und zu Gestein herunterrieselt, werden von den Gosauern „d’Krieser“ genannt.
Kurz vor dem Abschluss des Gosauseerunganges kommen wir zur Seeklausalm (Klacklhütte). Die Hütte schmiegt sich schutzsuchend an den Berghang, um den Lawinen die hier alle paar Jahrzehnte eine Schneise in den Wald reißen, keine Angriffsfläche zu bieten. Kurz bevor wir den Parkplatz wieder erreicht haben, gehen wir über den „Damm“. Früher war hier die Seeklause errichtet. Sie diente zur Wasserregulierung, um den Holztransport auf dem Gosaubach bis zum Hallstättersee zu ermöglichen. Der Gosausee mit dem Gosaugletscher und dem Dachstein ist die berühmteste Gebirgsszene der Alpen. Einiges wurde bereits verändert. Doch nun muß alles getan werden, um eine weitere Veränderung dieser Landschaft zu verhindern.

Der Hintere Gosausee

Der Weg ist grobschottrig, großteils flach, mit einigen steilen Wegstellen, ungefährlich. Feste Schuhe sind unbedingt erforderlich. Gehzeit 2 Stunden.
Gehen Sie entlang des Gosausees (je nach Sonnenstand links oder rechts vom See) bis zur Gosaulacke. Die Gosaulacke ist ein Karstsee, der bei Trockenheit fast ausgetrocknet ist. Später kommen wir beim „Launingfall“ vorbei, der nach Regenfällen ein Naturschauspiel bietet. Der Weg führt durch ein karges, teilweise mit Legföhren bestocktes Waldgebiet, am „Zigeunerloch“ vorbei. Nach Überwindung eines Steilstückes sind wir auf dem „Luagbichl“. Von hier haben wir einen schönen Blick zurück zur Gosaulacke und zum Vorderen Gosausee. Links die mit Latschen bewachsenen Schutthänge der „Schütt“. Von hier geht es sanft 10 Minuten bis zum Hinteren Gosausee, wobei wir einmal den periodisch aktiven Abfluss des Sees überqueren müssen.
Der hintere Gosausee ist ein typischer Karstsee, d. h. sowohl der Zufluß als auch der Abfluss ist (bei Normalwasser) unterirdisch. Nur bei Hochwasser hat der See auch einen oberirdischen Abfluss. Eine Besonderheit ist eine Spalte im vorderen Teil des Sees (nur sehr schwer zugänglich). Diese Spalte ist normalerweise eine Quelle. Aus ihr entspringt Wasser, das von den Gletschern kommt und in den See fließt. Steigt der Wasserspiegel aber an, so fließt das Wasser des Sees durch diese Spalte ab. Die Quelle wird zur „Schwinde“. Doch nicht genug des Wunders! Ein Teil dieses Wassers fließt nun unterirdisch weiter bis ins Gosautal, wo es aus den Brunnbächen entspringt. Der weitaus größere Teil aber fließt quer durch das Gebirge und tritt beim „Waldbachursprung“ bei Hallstatt wieder an den Tag. Dies ist ein Beispiel dafür, welche unwahrscheinlichen Wege das unterirdische Wasser oft nimmt. Am Ende der Sees ist die bewirtschaftete Holzmeisteralm.

Adamekhütte

Alpenvereinshütte (2196 m); Die Begehung erfordert Trittsicherheit. Gehzeit vom Hinteren Gosausee: 3 Stunden
Bedenken Sie, dass Sie sich bereits in hochalpines Gelände begeben, wo es auch mitten im Sommer und binnen kürzester Zeit zum Wetterumschwung und sogar Schneefall kommen kann. Rüsten Sie sich daher entsprechend aus. Außer der Regenbekleidung und einer Kopfbedeckung müssen auch ein warmer Pullover und Fäustlinge im Rucksack sein. Gehen Sie den Weg früh am Morgen, am Nachmittag brennt hier die Sonne unbarmherzig nieder.
Der Weg führt vom Hinteren Gosausee (siehe Hinterer Gosausee) über den Schuttkegel des Halskogels, dass durch einen schütteren, zunehmend niedriger werdenden Wald, in baumloses Gelände. Hier ist der „Bärenstaffl“ überwunden, und es bietet sich ein schöner Blick auf den Hinteren und Vorderen Gosausee. In vielen Serpentinen windet sich der Weg nach oben, an der verfallenen Grobgesteinhütte vorbei. Nach ca. 2 Stunden erreichen wir diese Stelle auf 1638 m Höhe. Nach 5 Minuten erreichen wir eine Quelle. Es ist die letzte des Weges, der über den Hohen Trog zur Simonyhütte führt. Knapp vorher, auf dem „Hohen Riedl“, sehen wir das erste mal, zum Greifen nahe, die Adamekhütte. Von hier geht man noch eine gute halbe Stunde bis zur Adamekhütte.
Die Adamekhütte ist ein ÖAV-Schutzhütte, die 1907 eröffnet wurde. In unmittelbarer Nähe der Hütte liegt das Übungsgelände der Alpinschule Gosau. Hier wird mit Anfängern und Könnern das sichere Klettern geübt.

Der Hohe Dachstein (2996 m)

Zwei-Tages-Bergtour (mit Übernachtung auf der Adamekhütte). Gehzeit vom Vorderen Gosausee zum Gipfel: 8 Stunden.
Die Ersteigung des Hohen Dachstein ist bereits eine Klettertour. Wenn Sie ein trittsicherer Bergwanderer sind, sollten Sie auf das Erlebnis der Dachsteinbesteigung nicht verzichten. Machen Sie diese Tour aber nur mit einem geprüften Bergführer. Das Überqueren von Gletschern und Schlechtwettereinbrüche sind schon manchem unerfahrenen Bergsteiger zum Verhängnis geworden.
Die Route führt von der Adamekhütte über die Moränen ca. ¾ Stunden bis zum Beginn des Gletschers. In knapp 2 Stunden überquert man den Gosaugletscher bis zur Windlucke. Wegen der Gletscherspalten ist für die Gletscherüberquerung Seilsicherung erforderlich. Ab der Windlucke beginnt eine leichte, aber sehr eindrucksvolle Klettertour entlang des Westgrates bis zum Gipfel.

Linzerweg

Von der Adamekhütte zur Hofpürglhütte: 6 Stunden. Ein sehr schöner, doch nicht ganz ungefährlicher Weg, der hochalpine Ausrüstung, Schwindelfreiheit und gute Kondition erfordert. (Fortsetzung Weg Nr. 614)
Von der Adamekhütte führt der Weg quer über die Gletscherschliffe und Moränen zur gegenüberliegenden Seite des Gletscherkares. Der Weg führt dort zunächst talwärts, wechselt dann auf die Felsrampe und führt wieder bergwärts. Er quert unterhalb des Eiskarlspitzes und des Hochkesselkopfes, wobei die Wegstrecke teilweise mit Sicherungsseilen versehen ist. Der Weg führt zum Reißgangsattel und durch die sehr steile Reißgangschlucht, die auch im Sommer schneebedeckt sein kann. Nach Überwindung dieser Gefahrenstelle hat man ca. 5 Stunden zurückgelegt. Die letzte Stunde führt der Weg relativ gemütlich bis zur Hofpürglhütte.
Besorgen Sie sich vor Antritt dieser anspruchsvollen Tour einen speziellen alpinen Wanderführer!

Wanderung um den Gosaukamm

Gosaukammbahn, Austriaweg (Nr. 611 bzw. 610A), Hofpürglhütte, Steiglpaß, Steiglweg, Gosausee; Schmaler, teils felsiger Pfad, überwiegend flach, einige Stellen jedoch sehr steil. Ein Weg für geübte Bergwanderer. Weite Strecken sind ohne Quellen, daher Trinkwasser mitnehmen! 8 Stunden
Dieser Rundgang um den Gosaukamm ist eine der schönsten und meistbegangenen Routen in der Umgebung des Dachsteins.
Von der Bergstation gehen wir in Richtung Gablonzerhütte und links, den Hang hinauf zum Törlecksattel, zwischen Kleinem Donnerkogel und Törleck. Wir queren die Hänge des Kleinen und Großen Donnerkogels und des Strichkogels, durchqueren in weitem Bogen das Sulzkogelkar, sehen kurz vor der Stuhlalm erstmals die Bischofsmütze und erreichen die Stuhlalm nach 1 ½ Stunden. Von der Stuhlalm (auch die Theodor Körner Hütte liegt in der Nähe) führt der Weg durch ein Kar und durch die „Durchgangschlucht“, durchquert in weitem Bogen das Stuhllochkar und in weiteren 1 ½ Stunden zur Hofpürglhütte.
Hier ist eine ausgiebige Rast angebracht, denn es ist erst die Hälfte der Wegstrecke zurückgelegt. Von der Hütte führt der Weg zunächst 20 Minuten bis zu einer Weggabelung Linzerweg/Steiglpaß. In ca. 45 Minuten steigt man über Blockhalden und im oberen Teil über felsiges Gelände zum Steiglpaß (2012 m) auf. Hier haben wir einen herrlichen Rundblick.
Ab dem Steiglpaß geht es durch das „Armkar“, seitlich am „Tiefen Kar“ vorbei, durch eine tiefe Doline, die „Eisgrube“; vorbei an der Wasmayerkapelle zur Hinteren Schwarwandalm talwärts. Links sind die Wände des Linzerturmes. Nach dem Jagdhaus haben wir einen Blick auf die Wände des Mandlkogels, wir kommen zur Vorderen Scharwandalm und zum Vorderen Gosausee. 3-4 Stunden wird für diese Wegstrecke von der Hofpürglhütte zum Gosausee benötigt.
Wer vom Steiglpaß entlang der Gipfelreihen des Gosaukamms absteigt, der ist gefangen von den Türmen und Schluchten, die den Gosaukamm formen.
Die berühmtesten Kletterer haben hier schon ihr Können geprüft. Einige mussten dabei ihr Leben lassen. Zum Beispiel die junge Lotte Wasmayer, die als erste Frau auf dem Däumling war und der beim Abseilen ein ausbrechender Felshaken zum Verhängnis wurde. Die Eltern, die ihre einzige Tochter verloren hatten, ließen eine kleine Kapelle in der Hinteren Scharwand errichten. Die Namen aller im Gosaukamm verunglückten Bergsteiger sind in dieser Kapelle festgehalten. Eine sehr bekannte Klettertour im Gosaukamm ist die steil aufragende Ostkante des Däumlings. Es ist fast unglaublich, dass über die glatte und im oberen Teil überhängende Wand Menschen aufsteigen können, einige sogar im Alleingang und ohne Sicherung. Der erste, der den Däumling erstiegen hatte, war Paul Preuß im Jahre 1913. Zwei Wochen später wollte er die „schönste Herausforderung des Gosaukamms“, wie er die Mandlkogl-Nordwand selbst bezeichnete, im Alleingang bewältigen. Dabei stürzte er tödlich ab.
Wenn der Steiglpaß erreicht ist, bietet sich ein herrlicher Blick auf die Kleine Bischofsmütze, die Große Bischofsmütze, die Großwand, die Eisgrube, das Tiefe Kar und auf den Torstein. Zurückblickend liegt im Tal die Hofalm, der breite Rücken des Roßbrand, im Hintergrund die Niederen und Hohen Tauern.

Großer Donnerkogel (2054 m)

Eine sehr schöne Bergtour! Steiler Weg, kleine Felsstufen, Trittsicherheit erforderlich. Bei Nässe rutschig. 2 Stunden von der Bergstation der Gosaukammbahn zum Gipfel
Der Weg führt an der Gablonzerhütte vorbei, dann zu dem tiefsten Einschnitt zwischen dem felsigen Kleinen Donnerkogel, und dem kuppelartigen Törleck.
Nach wenigen Minuten geht man an einer Viehtränke vorbei und kommt an eine Weggabelung. Der rechte untere Weg ist der Austriaweg zur Stuhlalm und zur Hofpürglhütte, der linke Weg führt zunächst durch Grünerlen und Latschen, durch eine kurze Felsschlucht, teilweise über felsige Stufen sehr steil in Richtung Gipfel. Der oberste Wegabschnitt führt über rasendurchsetztes Gelände und ist wieder bequemer begehbar.
Die Rückseite der Donnerkögel war im Jahre 1956 Schauplatz eines riesigen Flächenbrandes. Die nackten Felsen zeigen uns, dass die Narben bis heute nicht verheilt sind. Die einstige Katastrophe soll uns daran erinnern, dass das Rauchen im Wald, und dazu gehört auch die Latschenregion, nicht nur verboten, sondern auch in höchstem Maße verantwortungslos ist.

Zwieselalm (1587 m)

Im weitesten Sinne zählen wir dazu die Bergstation der Gosaukammbahn, die Gablonzerhütte, die Breininghütte und die Sonnenalm auf der oberösterreichischen Seite und die Zwieselalm (Zwieselalmhaus) auf der Salzburger Seite. Die Zwieselalm ist eine weitläufige, hügelige Almfläche zwischen dem Gosaukamm im Süden und der Edtalm im Norden. Hier erstreckt sich eines der schönsten Almgebiete mit einer reichhaltigen Alpenflora.
Fünf Wege führen auf die Zwieselalm:
1. Die Auffahrt mit der Seilbahn ist die bequemste Art, auf die Zwieselalm zu kommen. Von hier aus haben Sie folgende Wandermöglichkeiten:
Zwieselalmrundgang: Von der Bergstation führt ein gut beschilderter Wanderweg mit leichten Steigungen zur Gablonzerhütte und Breiningalm (10 Minuten), zur Sonnenalm (20 Minuten), zur Zwieselalmhöhe (30 Minuten), zur Zwieselalmhütte (40 Minuten). Von der Zwieselalmhütte gelangt man über den „Jägersteig“ wieder zurück zur Seilbahn. Der Rundweg beansprucht, einschließlich einer kurzen Rast 1 ½ Stunden.
Achtung: Auf dem Weg zwischen Gablonzerhütte und Sonnenalm ist ein Hinweisschild zur Sesselbahn nach Annaberg angebracht. Die Sesselbahn ist nicht jeden Tag in Betrieb. Bitte beachten Sie das Hinweisschild bezüglich der Fahrzeiten.
2. Der Weg vom Gosausee: Ein sehr steiler Weg führt vom Gosausee in vielen Serpentinen auf die Zwieselalm. Auf halbem Weg kommen Sie bei der Krautgartenhütte vorbei (Quelle), anschließend queren Sie ein weites Geröllfeld, nach dem Sie, wieder durch ein uraltes Waldgebiet wandernd, auf die Zwieselalm kommen. Auf diesem Weg eröffnet sich Ihnen eine sehr eindrucksvolle Aussicht auf den Gosausee und den Dachstein. Wenn Sie sich recht ruhig verhalten, haben Sie auf diesem Weg die besten Gelegenheiten, auf den Geröllfeldern der Donnerkögel Gemsen zu sehen.
3. Der Weg vom Hintertal auf die Zwieselalm, ½ Std: Vom Gosauschmied gehen Sie zunächst auf der Straße zum Stausee, auf der Forststraße beim Reitbauern vorbei bis zu einer markierten Abzweigung (rechts). Dieser Weg ist nur schwer begehbar. Er führt durch den Wald, über mehrere Gräben, über die Schipiste und dann ein kurzes Stück entlang der Schipiste, bis zur Bergstation des Sesselliftes (im Sommer nicht in Betrieb!), die Sie nach ca. 1 Stunde erreichen . Nach einer weiteren halben Stunde treffen Sie auf den Herrenweg (vom Kalvarienberg ausgehend). Hier können Sie sich entscheiden, ob Sie weiter in Richtung Zwieselalm gehen oder in Richtung Edtalm (1/2 Stunde) – Seilbahn Rußbach (2 Stunden).
Wenn Sie sich für die Zwieselalm entschieden haben, dann treffen Sie nach 100 Metern auf jenen Rundwanderweg, der unter Punkt 1 beschrieben ist. Der linke Weg führt zur Gablonzerhütte und zur Seilbahnstation, der rechte Weg führt über die Zwieselalmhütte (bewirtschaftet) zur Aussicht und ebenfalls zur Seilbahn.
4. Der Weg vom Mittertal: 2 ½ Stunden
Dieser Weg führt vom Sommerhof, entlang der Erlergasse und durch den Wald bis zur Forststraße, die Sie nach ca. 45 Minuten erreichen. Folgen Sie der Forststraße ein kurzes Stück bergwärts, dann kommen Sie zu der Abzweigung des Herrenweges (Wegweiser „Zwieselalm“).
5. Der Herrenweg (Nr. 612 bzw. 601A) vom Kalvarienberg im Vordertal: 4 Stunden, bequem begehbar, leichte Steigung.
Zum Teil führt der Herrenweg durch einen schattigen Wald, er überquert im untersten Teil eine Forststraße der Sie diesmal ein kurzes Stück folgen. Bei einer gekennzeichneten Abzweigung folgt wieder ein Waldweg bis zur Schiliftstation. Sie gehen weiter über Feuchtwiesen, vorbei an Almhütten und durch den Hochwald, bis Sie wieder die Forststraße treffen. Dieser folgen Sie ein Stück, bis zu einer Abzweigung, wo der Weg zunächst steil, dann flacher ansteigt. Sie überqueren eine Schitrasse und kommen kurze Zeit später zu einer Weggabelung. Der eine Weg führt zur Edtalm und nach Rußbach, der andere zur Zwieselalm. Nach weiteren 10 Minuten kommen Sie zu dem Rundgang, der schon unter Punkt 1 beschrieben wurde. Der linke Weg führt zur Gablonzerhütte und zur Seilbahn, der rechte zur Zwieselalmhütte und über die Aussicht ebenfalls zur Seilbahn.
Der Wald, durch den Sie die meiste Zeit gehen, besteht im unteren Teil fast nur aus Tannen. Je höher wir ansteigen, desto mehr überwiegen die Fichten. Erst im Bereich der Zwieselalm, wo die lehmigen Böden von einem felsigen Untergrund abgelöst werden, finden wir auch Buchen. Diese Fichten/Tannenwälder um Gosau sind ganz und gar keine „Monokultur“. Vielmehr sind das natürliche Waldbilder, die schon vor Jahrhunderten so ausgesehen haben. Die Gosauer Wälder gehören zu den gesündesten und ertragreichsten Wäldern, die wir in Österreich noch haben. Wer die Natur genau beobachtet, der wird auch die vielen kleinen Bäumchen sehen, die unter dem Schirm des Altholzes heranwachsen.

Ein geologischer Rundblick von der „Aussicht“ (Zwieselalm)

Die Berge um uns, der Plassen, der Dachstein, der Gosaukamm und das Tennengebirge auf der Salzburger Seite sind Ablagerungen eines urzeitlichen Meeres. Überall finden wir in diesen Gesteinen versteinerte Reste von einstigen Meerestieren. Erst weit im Süden erkennen wir die Hohen Tauern, die aus Urgestein, also aus dem erstarrten Material des flüssigen Erdinneren bestehen. In den seichten Buchten dieses Urmeeres wurde durch Verdunstung des Wassers Salz abgelagert, das sind die heutigen Salzlager zwischen Hallstatt und Gosau. In einer anderen Gegend, allerdings viele Millionen Jahre später, sind Korallen gewachsen. Diese Korallenbänke bilden heute den Gosaukamm. Fast jeder Stein, den wir dort finden, ist ein Stück Koralle. Hinter den Korallen bildeten sich früher wie heute die Lagunen. In den ehemaligen Lagunen haben Muscheln gelebt. Kalk vom Meerwasser und von Kleinstlebewesen hat sich in den Lagunen abgesetzt. Gemeinsam mit den Schalen abgestorbener Muscheln hat sich auf diese Weise eine etwa 1000 Meter dicke Kalkschicht angehäuft. Diese schichtweisen Ablagerungen bilden heute den Dachsteinkalk. Wiederum Millionen Jahre später wurde an einer anderen Stelle durch Wind und durch Flüsse Sand vom Festland in das Meer gebracht. Aus diesem Material bestehen die sogenannten Gosauschichten. Das sind die Ablagerungen in Richtung Hornspitz, Paß Gschütt und auf der gegenüberliegenden Seite, die Hänge bis hinauf zu den Schleifsteinbrüchen. Richtig kompliziert wird unser Geologieunterricht aber erst, wenn wir uns vorstellen, dass diese Gesteine nicht hier in der Gegend, sonder viel weiter im Süden abgelagert wurden. Durch die Bewegung der Kontinente wurden die Ablagerungen vom Süden, über die Stelle, wo heute die Tauern aufragen, nach Norden verschoben. Das Salz kam unter den Dachsteinkalk zu liegen und bildete ein ideales Gleitlager. Zwischen Plassen und Dachstein wurde das Salz hochgepreßt. An der Oberfläche wurde das Salz ausgelaugt und von einer wasserundurchlässigen Schicht (genannt Haselgebirge) bedeckt.

Iglmoos, Wies, Kalmberg

Forststraße bis Iglmoos (1 ½ Stunden) und Wies (2 ½ Stunden), dann ein bequemer Steig bis Kalmberggipfel. (3 ½ Stunden)
Eine Wanderung auf die Ilgmoosalm gehört zu den „Pflichtausflügen“ eines Gosauaufenthaltes. Im Sommer ist die Alm bewirtschaftet.
Zwei Wege führen auf die Iglmoosalm:
1. Vor dem Paß Gschütt zweigt rechts eine Forststraße ab. Auf dieser wandern Sie ohne große Steigerung in 1 ½ Stunden zur Iglmoosalm.
2. Ein anderer Weg führt vom Ortsteil Ramsau entweder auf der Forststraße, besser aber auf dem Fußweg (Weg 801A) zur Iglmoosalm. 1 ½ Stunden.
Wer weiter bis zur Goiserer Hütte oder auf den Hohen Kalmberg will, der geht am besten auf der Forststraße weiter bis „in die Wies“. An einer eindeutig gekennzeichneten Stelle zweigen Sie nach rechts in den Wald ab. Ein markierter Fußweg führt bis zur Goisererhütte (bewirtschaftet), 3 Stunden vom Tal.
Von der Goisererhütte gehen Sie in einer weiteren Stunde bis zum Gipfel des Hohen Kalmberges (1833 m). Die Ersteigung des Gipfels ist außer der Weglänge mit keinerlei Schwierigkeiten verbunden. Kurz vor dem Gipfel achten Sie auf die Wand des Kalmberges, die nach Goisern abfällt. An einer ganz bestimmten Stelle hat der Berg die unverkennbare Form eines Indianerkopfes. Vom Gipfel aus haben Sie einen herrlichen Rundblick in das Trauntal, in das Ausseerland, über das Dachsteingebirge und ins Gosautal, das mit dem Gosaukamm abschließt, sowie ins Salzburger Land.
In dem Flachstück „Feuerplatz“, ca. ¼ Stunden vor der Hütte, finden Sie einen ausgetretenen Steig, der zu dieser Höhle führt.
Die Kalmooskirche war während der Zeit der Gegenreformation ein Ort, wo sich die Geheimprotestanten zu Gottesdiensten getroffen haben. Eine Höhle wie die Kalmooskirche ist für ein Kalkgebirge etwas Charakteristisches. Die Höhlen sind einstige oder heute noch funktionierende unterirdische Abflusswege des Wassers. Vielleicht ist Ihnen schon aufgefallen, dass es in den höheren Regionen des Kalkgebirges (Kalmberg, Plassen, Dachstein, Gosaukamm) keine Bäche gibt. Das hat damit zu tun, dass das Wasser zur Gänze durch die Spalten und Höhlen abfließt und so die Höhlen noch ständig erweitert.

Rinnberg

Von Rußbach ausgehend. Wenig anstrengende Wanderung, 2 Stunden. Weg Nr. 203
Bei der Rinnbachbrücke in Rußbach beginnen Sie Ihre Wanderung. Folgen Sie der Fahrstraße, die zunächst dem Rinnbach folgt, ca ½ Stunde. Dann wendet sich die Straße nach rechts und führt in Serpentinen bis zur Rinnbachalm.
Sie haben aber auch die Möglichkeit, den Waldweg zu benutzen, Der biegt nach der Rinnbachbrücke links ab (Weg Nr. 202). Nach ca. 40 Minuten teilt sich der Weg, man biegt links ab und kommt zum Fahrweg (Weg Nr. 203) Richtung Rinnbergalm (bewirtschaftet).

Gamsfeld

Eine lohnende Bergtour, von Rußbach ausgehend. Meist steiles, unbewaldetes Gelände, 4 Stunden.
Von der Kirche ausgehend folgen Sie dem Wegweiser in Richtung Norden. Nach Verlassen des Ortes überschreiten Sie die Rinnbachbrücke, nach der sich der Weg gabelt. Der linke Weg führt zur Rinnbergalm. Sie nehmen den rechten Weg. Bevor dieser Weg über einen Bach führt, müssen Sie rechts durch ein kurzes Waldstück. Anschließend wandern Sie über einen steilen Almhang in Serpentinen zur Traunwandalm. Sie gehen links an der rechts außen gelegenen Almhütte vorbei, und steigen durch ein Latschenfeld in Richtung Traunkar. In der Höhe einer großen Schutthalde führt der Weg nach links, und über steiles, steiniges Gelände kommen Sie zu einem Kamm, von dem der Gipfel des Gamsfeldes nicht mehr weit ist.

Soleleitungsweg entlang des Hallstättersees

Sehr schöne und sehr bequeme Wanderung von 15 Minuten bis 5 Stunden.
Ausgangspunkt dieser Wanderung ist die große Pfeilerbrücke über die Gosauschlucht. Kurz vor dem Hallstättersee (Gosauzwang). Wegen der Rückfahrtmöglichkeit mit dem Postbus sollten Sie Ihren PKW am großen Parkplatz in Gosaumühle abstellen und zu Fuß bis zur Gosauzwangbrücke gehen. Ein Geheimtipp: Um die 10 Minuten-Wanderung auf der Straße zu vermeiden, können Sie rechts gegenüber dem Haus, den Bergrücken hinaufsteigen. Ein (nichtmarkierter) Jägersteig führt hier in 5 Minuten zum Soleleitungsweg. Von hier können Sie in Richtung Steeg (1 Stunde), Bad Goisern (2 Stunden), wenn Sie wollen bis Bad Ischl (5 Stunden) gehen und eventuell mit dem Postbus bis Gosaumühle zurückfahren. In der anderen Richtung kommen Sie nach Hallstatt (1 Stunde), oder Sie steigen durch die Mühlbachschlucht „Höll“ bis zum Salzbergwerk Hallstatt auf. Von hier haben Sie wiederum die Möglichkeit, nach Hallstatt abzusteigen oder mit der Salzbergbahn ins Tal zu fahren. Eine Rückfahrtmöglichkeit haben Sie mit dem Postbus.
Im Soleleitungsweg ist eine Rohrleitung verlegt, in der die Sole vom Salzbergwerk zum Sudwerk in Ebensee fließt. Diese 40 km lange „Pipeline“ wurde bereits im Jahre 1601 eröffnet. Der Grund dafür war, dass das Holz, mit dem die Sudpfannen in Hallstatt einst beheizt wurden, im oberen Salzkammergut zu wenig wurde. Aus diesem Grund wurden die Sudhütten flussabwärts verlegt, um neue Wälder für die Brennholzversorgung zu erschließen. Mit dieser historischen Industrieanlage haben wir einen der schönsten Wanderwege des Salzkammergutes erhalten.

Hallstättersee-Ostuferwanderweg

Sehr bequemer Wanderweg vom Gasthof Tuscher (Obersee) bis nach Obertraun (2 Stunden), eventuell weiter bis zur Koppenbrüllerhöhle (3 Stunden). Rückfahrt mit der Eisenbahn zur Bahnstation Gosaumühle (Vorsicht: nicht alle Züge halten).
Mit dem PKW zur Salzkammergut-Bundesstraße, Richtung Bad Aussee. Vom Beginn der Steigung zum Pötschenpaß führt eine sehr gute Beschilderung zum Beginn des Wanderweges, wo es einen kleinen Parkplatz gibt. Von hier aus wandern Sie entlang des Ostufers des Hallstättersees. Zum Teil ist der Weg in die Felswand verankert, und kurz vor der Bahnstation Hallstatt überschreiten Sie auf einer Hängebrücke eine Bucht des Sees. Die dunkle Färbung des Wassers weist darauf hin, dass hier in der Nähe die tiefste Stelle des Hallstättersees ist (128 Meter). Bei der Bahnstation Hallstatt haben Sie die Möglichkeit, mit der Bahn zurückzufahren, mit dem Schiff nach Hallstatt oder Obertraun zu fahren oder den Fußmarsch fortzuetzen. Nach einer halben Stunde erreichen Sie Obertraun (Bahnhof Obertraun-Dachsteinhöhlen).
Wenn Sie von der schönen Wanderung noch nicht genug haben, so suchen Sie anhand der Wegweiser den Höhenweg (Waldweg) zur Koppenbrüllerhöhle, die Sie in einer weiteren Stunde erreichen. Nach einem eventuellen Höhlenbesuch (Führungen im Sommerhalbjahr) können Sie auch von hier den Rückweg mit der Bahn (ab Haltestelle Koppenbrüllerhöhle) antreten.