Das Gosautal - Geschichtliches

The first mention of Gosau can be found in a document dated April 5, 1231 in which the Arch Bishop of Salzburg confirmed his donation of the Gosau forest to the St. Peter monastery. Wahrscheinlich in der Regierungszeit Kaiser Maximilians I. muß das Stift St. Peter seine Hoheitsansprüche aufgeben und Gosau wird unter die Herrschaft der Burg Wildenstein bei Ischl gestellt.

Interessant erscheint auch, daß hier in Gosau bereits vor der Eröffnung des Hallstätter Bergwerkes, im Namen der Erzbischof Salzburgs Salz abgebaut wurde, was zu wirtschaftlichen
Differenzen zwischen Staat und Kirche führte. Die rechtliche Lage und Zugehörigkeit im schwer zugänglichen Gosautal war trotz der urkundlichen Besitzansprüche das gesamte Mittelalter hindurch Äußerst eigenartig und strittig. Erst mit der Gründung des Kammergutes, im 14. Jahrhundert, also der direkten Unterstellung dieses Gebietes unter die Wiener Hofkammer, werden die Besitzver-hältnisse klarer und Gosau - die Mutter der Wälder -, wird zum Lieferanten unermeßlicher Holzmengen für die Sudpfannen des Hallstätter Salzes.

Mit der einzigartigen Bedeutung des Salzwesens erklärt sich auch die rechtliche Sonderstellung, die das Gosautal von 1492 bis in Jahr 1698 hinein genoß. In der Folge waren dies: Steuerfreiheit von allen landesherrlichen Abgaben, Befreiung von Militärdienst und Rekrutierung in Kriegszeiten, Nachsicht von Geldstrafen bei Straffälligkeit auf dem Gnadenwege, Befreiung von Naturaldiensten und "Roboten" für die Landesherren.

In der Reformationszeit bildete sich hier in Gosau eines der Hauptwiderstandsnester der "Evangelischen", was auch durch Aussiedlungen nach Siebenbürgen und harte Maßnahmen seitens der römischen Kirche nicht verhindert werden konnte. Noch heute sind annähernd 80 % der Gosauer Bevölkerung evangelisch. Nach 1848 und der Gründung des 1. Österreichischen Parlamentes, wurden alle Sonderstellungen der Gosauer aufgehoben.

Die geschichtlichen Ereignisse schwappten in den darauffolgenden Jahrzehnten zwar in abgeschwächter Form, aber beständig, auch ins Gosautal. Sozialdemokratisches und auch nationalsozialistisches Gedankengut finden wie überall ihre Anhänger. Die Wirren der beiden Weltkriege hinterlassen im Gosautal wenige Spuren und nach 1945 sind alle Gosauer Österreichische Staatsbürger und zahlen brav ihre Steuern. Bestimmend für das Örtliche Zusammenleben bleibt trotzalledem ein unausgesprochenes Zusammengehörigkeitsgefühl, bedingt durch die Abgeschlossenheit des Tales und den gemeinsamen Glauben, und hoffentlich bleiben diese Werte auch durch verstärkte touristische Aktivitäten erhalten.